140 Jahre ist es her, dass Werner von Siemens die erste elektrische Lokomotive bauen ließ, die zur Attraktion der Berliner Gewerbeausstellung werden sollte. Damit begann ein mühevoller Siegeszug der elektrischen Traktion auf den Eisenbahnen der Welt und in Deutschland. Nach dem ersten Weltkrieg trat die Deutsche Reichsbahn-Gesellschaft das Erbe der deutschen Staatseisenbahnen auch auf dem Gebiet der elektrischen Traktion an. In den rund zwei Jahrzehnten bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges setzte sie die begonnene Traktionsumstellung mit den für Baden, Bayern und Preußen gebauten Elloks fort und ließ eine umfangreiche Anzahl an eigenen Baureihen für den elektrischen Betrieb entwickeln.
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Liebe Eisenbahnfreunde, sind Ihnen die E-Loks der Baureihen E05, E21, E77, E95 u. a. bekannt, ein „Begriff“? Wenn ja, dann können Sie mit diesem Buch Ihre Kenntnisse vertiefen,- wenn nein, dann ist diese Buch genau das Richtige für Sie, Neues und Interessantes über Baureihen zu erfahren, die schon lange von deutschen Schienen verschwunden sind.
Dieses Buch ist neben der Dokumentation der von der Deutschen Reichsbahn von 1920 bis 1937 beschafften E-Loks auch eine Hommage an die innovativen Ingenieure und verantwortlichen Fachleute, die in dieser Zeitspanne und davor unbeirrt gearbeitet, ausprobiert und weiter entwickelt haben,- die sich auch mit der Bürokratie und der „Weltanschauung“ (Nationalsozialismus) mancher Dienststelle auseinandersetzen mussten, um ihre Ideen realisieren zu können, ohne die die heutige moderne Traktion mit E-Loks nicht möglich wäre.
Die ersten drei Kapitel dokumentieren höchst interessant und lesenswert den Bau, den Einsatz und die ständige Verbesserung von E-Loks bis zum Ende des 2. Weltkrieges. Der Text trägt zwar die Handschrift des Fachmannes, liest sich aber wie ein Geschichtsbuch; er beinhaltet eine Fülle von geografischen Fakten (einzelne Streckenpläne helfen bei der Orientierung, wenngleich der Leser am besten noch eine Karte Deutschlands in den Grenzen von 1937 zur Verfügung haben sollte), dazu Jahreszahlen, Triebfahrzeugtypen sowie Bauarten, und schließt das Wirken der oben erwähnten Fachleute ein, ihre Ideen, die sich in „ihren“ Fahrzeugen manifestierten. Der Leser wird umfassend informiert über die Ereignisse und Abläufe jener Zeit, zumal eine Reihe großformatiger Fotos sich in idealer Weise mit dem Text verbinden.
Im 2. Teil des Buches geht es an die einzelnen Loktypen heran: Ihre Entstehungsgeschichte, Aufbau und Technik, Einsätze und Verbleib werden jeweils eingehend beschrieben, erläutert durch Maßskizzen sowie Tabellen mit technischen Daten. Jede Baureihe wird fotografisch dokumentiert: Werksbilder der neuen Lok, einzelne Baufortschritte in den Werkstätten, Einblicke in das „Innenleben“ und Fotos unterwegs mit Zügen auf den Strecken z. T. in den damals deutschen Ostgebieten; diese wieder meist großformatigen Schwarz-Weiß-Fotos sind wahrlich historisch zu bezeichnen. Für den Leser – und den Rezensenten – ist dieser Buchteil eine wahre Fundgrube und bietet eine Dokumentation von hohem Wert (als Beispiel soll hier der Abschnitt über die E95 genannt werden).
Das Buch endet mit fast 7 Seiten Zahlenmaterial über die Umzeichnungen der E-Loks 1926/27 (höchst akribisch!) sowie mit einem 6seitigen Quellenverzeichnis als eine mögliche Anregung zur Weiterbeschäftigung mit der Thematik (siehe auch Vorwort S. 5!).
„Die Vorkriegs – E-Loks der Reichsbahn“ ist ein rundum gelungenes Werk, um Kenntnisse zu vertiefen und Neues zu lernen,- sehr empfehlenswert.
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Herausgeber: Walder-Verlag
Redaktion: Ingrid Walder und Achim Walder
Foto: Ingrid Walder und Achim Walder
Mitarbeiter/innen: Ralf Bayerlein, Peter Höhbusch, Christoph Riedel, Manfred Diekenbrock, Eva Lenhof, Sebastian Walder, Elke Beckert,
Text: Ingrid Walder und freie Mitarbeiter*innen und Mitarbeiter*innen des Walder-Verlags.
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